Aktuelles

Mitmach-Aktion: Raupen entdecken und melden

Um die Artenvielfalt von Raupen an Brennnesseln zu dokumentieren, ruft der NABU zusammen mit NABUInaturgucker vom 8. Juni bis 8. Juli dazu auf, diese zu melden.

Für über 30 heimische Schmetterlinge ist die Brennnessel überlebenswichtig. Viele Raupen sind auf diese Wildpflanze spezialisiert und ernähren sich ausschließlich von ihr. Ein guter Grund, um genauer hinzuschauen.

Weitere Infos und Link zum Meldeformular gibt es bei NABU|naturgucker: Meldeportal


Treffen der Ortsgruppe Falkensee

Am 03. September 2026 findet das nächste Treffen der Ortsgruppe Falkensee Jahr statt. Treffpunkt ist um 19:00 Uhr im Raum 223 des Musiksaalgebäudes, Am Gutspark 4 in Falkensee. Interessierte sind herzlich willkommen.

Kontakt: E-Mail


Unsere letzten Aktivitäten

Greifvogelansitzstangen auf der Streuobstwiese

Im Gebiet unserer Streuobstwiese werden regelmäßig Greifvögel beobachtet. Mäusebussard und Turmfalken haben dort ganzjährig ihre Reviere und so hatten wir die Idee, gerade bei Schnee und Eis Ansitzstangen anzubieten. An diesem Sonntag, den 15. Februar 2026 fand das monatliche Treffen unserer NAJU-Gruppe, den "Wilden Falken", auf der Streuobstwiese statt und so setzten wir das Thema Greifvögel ganz praktisch in die Tat um: zwei Greifvogelansitzstangen wurden entlang des Zaunes aufgestellt.

Dabei wurden viele spannende Fragen beantwortet, so zum Beispiel auch, warum die Ansitzhilfen nur im Winter angeboten werden sollen. Das geschieht mit Blick auf die regelmäßig dort ab März brütenden Singvögel und deren Schutz und dem verbesserten Nahrungsangebot in der wärmeren Jahreszeit.

Danach fand unsere erste Vogelstimmenwanderung in diesem Jahr statt. Viele Zugvögel wurden beobachtet, besonders Kraniche und Graugänse, aber auch ein über uns kreisender Mäusebussard und viele Wacholderdrosseln. Dazu waren die ersten Reviergesänge von Kohlmeise und Haussperling zu hören.

Das war ein sehr schöner und interessanter Tag auf der Streuobstwiese im Dyrotzer Luch.

 

Fotos: NABU/ Daniel Wendt


Wildkatzenexkursion in den Naturpark Nuthe-Nieplitz

Am 11.10.2025 ging es in den Naturpark Nuthe-Nieplitz und unter sachkundiger Leitung von Stephan, dem Wildkatzen-Experten der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, gab es viel spannendes zu entdecken!

Wir konnten die wunderschöne Landschaft des Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg kennenlernen, einem Gebiet, in dem die Wildkatze seit einigen Jahren wieder heimisch ist und durch konsequenten Schutz ihre Revierzahlen vergrößert hat.

Vielen Dank für diese erlebnisreiche und interessante Führung und die tolle Arbeit der Mitarbeitenden des Naturparks Nuthe-Nieplitz!

Nach einer kleinen Stärkung in einem gemütlichen Café, ging es weiter zum zweiten Teil unserer Tour: ins Pfefferfließ nach Stangenhagen. Zu Zeiten Friedrich des Großen um 1750 wurden viele Gebiete in der damaligen Mark entwässert, um sie für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Es entstanden unzählige Kanäle um das Wasser abzuleiten. So auch hier durch den Königsgraben, heute Pfefferfließ.

Nach knapp 250 Jahren wurden diese Anstrengungen umgekehrt und die entwässerten Gebiete geflutet und wieder vernässt.

Es entstand eine einzigartige Landschaft, mit Niedermooren, Flachseen und Röhrichtgebieten und Seggenwiesen, Heimat für seltene Arten wie den Fischotter, Kiebitz und Eisvogel, Seeadler und die seltene Rotbauchunke. Im Frühjahr und Herbst sind die Seen und angrenzenden Felder Rastplatz für unzählige Zugvögel.

Vom Vogelbeobachtungsturm konnten wir uns einen Eindruck machen von diesem wunderschönen Gebiet und den Tag ausklingen lassen unter den Rufen von Kranichen und Gänsen!

 

Fotos: NABU/ Uwe Kaufmann


WorldCleanUpDay 2025 in Falkensee

" Die Welt räumt auf, Falkensee macht mit!"

 

Unter diesem Motto beteiligte sich am 20. September der NABU Regionalverband Osthavelland zusammen mit den 1. Klassen der Diesterweg-Grundschule am weltweiten WorldCleanUpDay, an dem Naturfreunde auf der ganzen Welt Müllsammelaktionen starten, um ihre Umwelt etwas sauberer zu machen.

 

Im aktuellen Jahr hielten 23 Millionen Menschen in 190 Ländern Ausschau nach Müll in ihrer nächsten Umgebung.

Dabei geht es nicht nur um den praktischen Aspekt, sondern auch um die Sensibilisierung für die Auswirkungen von Müll in jeglicher Form für die Umwelt und die Gefahr, die davon ausgeht.

 

Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen belasten zum Beispiel über Jahre hinweg das Grundwasser, Plastik löst sich auf in mikroskopisch kleine Bestandteile und Glas bleibt bis zu 50.000 Jahre erhalten, von der direkten Gefahr durch Angelsehne oder Giftstoffe für die Tier- und Pflanzenwelt ganz zu schweigen.

 

Aus diesem Grund organisierten wir unsere Aktion speziell für das Falkenseer Seengebiet. Alles in allem ein voller Erfolg:  mit knapp 100 kleinen und großen Helfern konnten wir am Ende 35 Kilogramm Müll sammeln, davon ca. 500 Zigarettenkippen!

 

Unser Dank geht auch an das Grünpflegeteam der Stadt Falkensee, die uns unproblematisch mit Handschuhen, Greifern und Müllsäcken ausstattete und den gesammelten Müll fachgerecht entsorgte. 

Die Planung für den nächsten WorldCleanUpDay 2026 sind schon im Gange und wir sind auf jeden Fall wieder dabei!

 

Fotos: NABU/ Daniel Wendt, Diesterweg-Grundschule


Ein schöner Tag im Kinderstadtwald Falkensee!

Seit November 2014 gibt es in Falkensee einen Kinderstadtwald, der aus einer Initiative der “Baumschutzgruppe Finkenkrug” und dem “Verein zur Erhaltung und Förderung des Charakters von Schönwalde/Havelland e.V.” (EFCS, www.schoenwalde-hvl.de) hervorging, mit der Idee, selbst einen neuen Wald zu pflanzen. Die Stadt Falkensee stellte dafür ein 1,5 Hektar großes Grundstück an der Duisburger Straße zur Verfügung. Bürgermeister Heiko Müller übernahm die Schirmherrschaft. 40 Kinder waren damals vor Ort mit dabei, um hundert kleine Bäumchen in die Erde zu setzen.
Die Motivation kam von der Organisation “Plant-for-the-planet”, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. “Stop talking, start planting” war das Motto .
Der kleine Wald in Laufnähe zum Hallenbad ist in den letzten Jahren dank der Beteiligung vieler Menschen stetig gewachsen. Bäume, die auf dem steinigen Boden und durch starke Hitze nicht anwachsen konnten, mussten nachgepflanzt werden. Ein wöchentlicher Plan zum Gießen wurde erstellt und an jedem Freitag wird das kostbare Wasser in Gießkannen auf die Wiese zu den Bäumen getragen. Die Falkenseer Feuerwehr füllt dafür regelmäßig einen Tank mit Wasser. Auch von anderer Seite gab es Unterstützung: zum zehnjährigen Jubiläum wurden zehn, schon gut drei Meter hohe Bäume, von der Baumschule Lorberg selbst für den Standort und für die Bedingungen vor Ort ausgewählt und gespendet. Hainbuche, Spitzahorn und Hängebirke wurden in einem Kreis gepflanzt. 
Kurze Zeit später kamen weitere 13 bereits mehrjährige Platanen hinzu. Nachdem diese Bäume am Wegrand eingesetzt waren, dauerte es nicht lange, bis sich ein Turmfalke auf einem der Jungbäume niederließ und alles von oben beobachtete. So entstand eine Idee …
In Kooperation von “Baumschutzgruppe Finkenkrug” und dem “Verein zur Erhaltung und Förderung des Charakters von Schönwalde/Havelland e.V.” (EFCS e.V.) und unter fachkundiger Anleitung des NABU Osthavelland, konnten wir diese Idee verwirklichen und mehrere Ansitzstangen für Greifvögel im Kinderstadtwald platzieren. 
Am 16. August 2025 schlossen wir das Projekt mit dem Aufrichten der letzten Ansitzstange, einer Greifvogelexkursion und vieler interessanter Informationen rund um das Falkenseer Wappentier ab und ließen diesen schönen Tag in einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen ausklingen. 
Vielen Dank an alle Mitwirkenden und Interessierten und weiterhin gute Zusammenarbeit bei spannenden Projekten für den Natur- und Umweltschutz!

-Fachgruppe Feldornithologie-

 

Fotos: EFCS/ Rudolf Kondziella


Exkursion ins Tegeler Fließ

Pfeifenten-Paar (Foto: NABU/Peter Neumann)
Pfeifenten-Paar (Foto: NABU/Peter Neumann)

Am 29.03.2025 erkundeten wir unter Leitung der Gruppe Feldornithologie einen Teil des Tegeler Fließ, die Eichwerder Moorwiesen. Dieses ca. 120 Hektar große Gebiet ist in verschiedene Habitate unterteilt, die für unsere Arbeit im Osthavelland als Referenzgebiete dienen können. So finden sich dort in einer hochkomplexen Landschaft Quell- und Niedermoore, jahreszeitlich überschwemmte Feuchtwiesen, Erlen- und Weidenauwälder, Pfeiffengraswiesen, Trockenhänge und Binnendünen, Bachstrecken und Verhandlungszonen.

Der Startpunkt war die Lübarser Kirche und der davor liegende Findling, der auf den umliegenden Feldern gefunden wurde. Daniel berichtete von der Entstehung des Fließtals als Schmelzwasserrinne, die vor über 12.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit dieses Gebiet formte. Das Tegeler Fließ ist ca. 30 km lang und entspringt bei Basdorf im Naturpark Barnim und durchfließt Berliner Stadtgebiet auf 10 km Länge, bis es in den Tegeler See mündet. Das Gebiet ist geprägt durch die Gletscher der letzten Eiszeit, wovon auch die vielen Findlinge künden, die den langen Weg von Skandinavien bis hier vom Eis getragen wurden. So auch der "alte Schwede" vor der Kirche.

Danach ging es hinunter ins Fließtal und über die Wiesen zum Eichwerder Steg, ein Bohlenweg, den der NABU Reinickendorf 2003 anlegte und der über und durch das Niedermoor führt. Am Steg selbst sind Informationstafeln zur heimischen Flora und Fauna angebracht. So konnten wir gleich am Anfang eine große, von den hier lebenden Bibern angelegte, Knüppelburg entdecken.

Nach einem Vortrag über Lebensweise und Anatomie des Bibers ging es weiter in Richtung Hermsdorf. Auf dem ehemaligen Grenzstreifen, der hier über 30 Jahre bestand, und in dessen Schatten sich viele Tier- und Pflanzenarten erhalten konnten.

Auf der Eichwerder Binnendüne konnte Heiko uns trotz der recht frühen Jahreszeit schon einige Pflanzen zeigen, im Besonderen an karge und trockene Flächen angepasste Arten.

Am Köppchensee, einem ehemaligen Torfstich, beobachteten wir Schwäne, viele Schnatterenten, Schellenten und ein Pfeifentenpaar.

Zurück ging es über die Sprintwiesen, mit einem letzten Blick auf dieses faszinierende Gebiet, das nicht ohne Grund Natura 2000- und Vogelschutzgebiet ist. Neben dem Biber sind hier Fischotter und Kammmolch heimisch. Bei den Vogelarten sind unter anderem Kranich und Eisvogel, Wachtelkönig und Sperbergrasmücke zu nennen. Von den 13 in Berlin ansässigen Amphibien leben allein 11 hier im Fließ, so der Moorfrosch und die Wechselkröte.

Für die Botaniker ganz sicher interessant: das Helm-Knabenkraut, das rote und weiße Waldvögelein, großer Wiesenknopf, Lungenenzian und Krebsschere.

Alles in allem ein sehr schöner spannender Tag in einer faszinierenden Landschaft! 

 


Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Am 22. März 2025 traf sich die Streuobstwiesen-Gruppe auf der Streuobstwiese im Dyrotzer Luch, um die vorhandenen Lesesteinhaufen zu vergrößern und Kästen für Steinschmätzer einzusetzen. Die Kästen sind ein Eigenentwurf,  unser "Osthavelländer Prototyp". Wir warten nun gespannt, ob sie angenommen werden.

 

Fotos und Konstruktion: NABU/ Daniel Wendt


Beringung von Schleiereulen

Am 25. Oktober 2024 konnte eine erfolgreiche Zweitbrut von Schleiereulen in der Wernitzer Kirche beringt werden.

Fotos: NABU/ Konrad Bauer


Revitalisierung von Feldsöllen

18. Oktober 2024

Die Wiederherstellung von trocken gefallenen Feldsöllen und Flachgewässern gehört zu den Schwerpunkten unserer Arbeit im Osthavelland. In diesem Herbst konnten wir durch Ausbaggerung und Gestaltung der Uferzonen insgesamt sechs Feldsölle und flache Teiche als Laichgewässer für Amphibien reaktivieren. Nachdem die verlandeten Kleingewässer ausgebaggert und entschlammt worden sind, sammelt sich nun Wasser in den Senken.

Fotos: Herrmann Wiesing